Wie schafft man den Quereinstieg ohne einen Plan?

Geschrieben von | November 8, 2016 | Blog

Wenn du in deinem Quereinstieg stecken geblieben bist, gibt es drei wichtige Erkenntnisse, die die verstehen solltest:

1. Du bist die Lösung und das Problem.

Na Danke! Jetzt bin ich auch noch Schuld, oder was? Ja, in den meisten Fällen schon. Aber wo fängt man auch an um sich zu verändern? Die meisten wissen es nicht und schon gar nicht wie man einen Änderungsprozess in der Karriere voran schiebt. Es herrschen Ängste davor, durch eine Kürzung das eigene Gehalt zu verlieren; Angst davor, was Familie und Freunde denken könnten und Angst den eigenen Lebensstandard zu verlieren, für den man so hart gearbeitet hat!
Letztlich ist es immer – die eigne Angst und ein Mangel an Wissen – die das größte Hindernis darstellen.

2. Es wird schwierig sein, dass Problem alleine zu lösen.

Wer täglich an den Arbeitsplatz geht, kennt seine Aufgaben. Klar und strukturiert liegen sie vor einem und das einzige was man tun muss, ist den Anweisungen zu folgen.

Das Problem hier ist, es gibt keine Anweisung! Nicht mal eine andere Person die den gesamten Weg durchlaufen hat. Schlicht und ergreifend, weil die Situation so einzigartig ist. Genauso wie wir Menschen, sind die Probleme einzigartig und schwierig zu lösen.

Meistens helfen auch die ganzen Selbsthilfebücher nichts. Denn umso spezieller das Problem, umso weniger hilft ein allgemeines Buch das Problem zu lösen. Am Ende sitzt man nur die gesamte Nacht da und versucht selber eine Lösung zu finden.

Die Wahrheit ist, dass dieses Problem komplex ist. Wer sich von vornherein dessen bewusst ist, kann auch besser voranschreiten. Das erste wäre, nicht alleine durch das Problem zu gehen.

3. Du wirst keinen Job finden, indem du nach einem suchst.

Das muss erstmal Sacken. Und das auch noch von einem Jobportal! Wer nach einem neuen Job sucht, wird wohl an dem selben Ort landen, den er vorher verlassen hat. Man bewirbt sich auf viele Stellen und hofft eine neue Stelle zu erhalten und dort weiterzumachen. Meistens wird dort das selbe Problem auftreten wie vorher.

Die 3 Tools für den Quereinsteiger!

Manchmal ist es sogar so frustrierend, dass nach dem Absenden von 100ten von Bewerbungen immer noch keine Antwort erhalten wurde. Wer damit Stunden/ Tage verbracht hat und dann nicht einmal eine Antwort erhält, ist meist erstmal demotiviert.

Dieses sind alles Anzeichen dafür, dass die Arbeitsmarktmechanismen einfach nicht für Quereinsteiger konzipiert worden sind.

Auch wenn es von deiner Seite ein riesiges Interesse an einer Stelle besteht, kannst du einfach nicht gegen andere Personen mit Erfahrung und Fähigkeiten in dem Bereich ankommen.

Der Quereinstieg in 3. Schritten:

Es gibt Lösungen für jedes Problem, aber es ist meistens nicht das, was man sich gedacht hat:

1. Gehe nicht alleine auf die Reise.

Die größte Herausforderung, die einem auf dem Weg zur beruflichen Veränderung entgegen kommt, ist die eigene Trägheit. Dies resultiert aus dem einfachen Gedanken: „Ich will mich verändern, aber weiß nicht wie“.

Man beginnt erst wirklich Fortschritte zu machen, wenn man andere mit dem selben Problem um sich herumscharrt.

Entweder Menschen in der eigenen Firma, einem Berater oder einfach nur einem Freund der durch eine ähnlich schwere Zeit ging hinzuholt.

Der Nettoeffekt ist: Neue Ideen und neue Netzwerke – dies führt schließlich zu mehr Motivation. Stell dir deine berufliche Veränderung als Marathon vor, nicht als Sprint.

Du kannst auch alleine einen Marathon laufen, dafür trainieren und versuchen voranzukommen. Aber wenn du es in Laufgruppen versuchst, vielleicht sogar einen Trainer hast, geht es viel schneller und deine Motivation steigert sich immens.

2. Handeln ist besser als Analysieren.

Wer zum erstmal diesen Änderungsprozess durchläuft, stellt fest, dass es viele Entscheidungen gibt, die getroffen werden müssen. Von sehr schwierigen Entscheidungen bis hin zu sehr einfachen. Durch die eigene Unsicherheit, neigt man aber meistens dazu, Problem langwierig zu Analysieren bevor man eine Entscheidung trifft. In vielen Fällen so lange, dass man eher verwirrt aus der Sache herauskommt.

Wer anfängt mehr zu Handeln als zu Analysieren, bei dem verändert sich auch etwas.

Zuhause zu sitzen und darauf zu warten, dass irgendetwas passiert ist leider nicht die richtige Einstellung. Wer wirklich eine Veränderungen sucht, sollte es mit kleinen Schritten versuchen. Ein halbtags Praktikum hier, ein Online Kurs da, ein kurzes Gespräch beim Kaffee mit jemanden aus der neuen Branche.

Durch diese kleinen Aktionen, wird schnell klar ob dieser Weg tatsächlich für einen der richtige ist, oder nicht. Aber der entscheidende Unterschied hier ist hier zu Handeln und nicht zu Analysieren. Man muss nicht sofort den Job verlassen um einen Quereinstieg zu schaffen, manchmal reicht es in einen Bereich hineinzuschnuppern bevor man sich entscheidet. Hier liegen die Hürden wesentlich niedriger aber dafür können die Erfolge immens sein.

Und wenn man dann nach einigen ausprobieren die richtige Stelle gefunden hat, dann wird dies einem auch schnell klar.

Um es mal kurz zusammen zufassen: Handeln führt zu Klarheit, führt zum Quereinstieg. Und nicht das reine Analysieren des Problems.

3. Suche nach Menschen, nicht nach Jobs.

Jobportale, Personalberater, Bewerbungen und Suchmaschinen haben alle ihren berechtigten Platz bei einem Querineinstieg. Aber sie sind nicht der Ort zum starten!

Konzentriere dich stattdessen darauf, Menschen kennen zulernen, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk zu bilden.

Wer sich persönlich vorstellt, ist nicht nur ein weiterer Lebenslauf der auf einem Stapel liegt. Es ist Herr/ Frau xyz die Interesse an einer Stelle haben.

Quereinsteiger sind meisten nicht qualifiziert genug um in dem Bereich ihrer Wahl zu arbeiten. Aber wer eine Menge Begeisterung und die Bereitschaft zum lernen mitbringt, wird niemals nur über seinen Lebenslauf bewertet.

Baue Beziehungen mit Menschen in der Organisation auf, in die du später einsteigen möchte. Sei bereit, erstmal ein Praktikum zu leisten, was zu mehr führen kann. Lass Sie dich kennen lernen. vielleicht ist dann am Ende ein neue Stelle da.

Und dann ist es auch nicht mehr wichtig, wie der Lebenslauf aussieht, man hat bewiesen, dass man willens ist mehr zu tun als alle anderen, dass der Quereinstieg gewollt ist. Enthusiasmus und der Willen zur Leistungsbereitschaft sind wichtige Indikatoren bei der Wahl eines neuen Angestellten.

Also, immer daran denken: Menschen zuerst, Jobs im nachhinein.

Was Jetzt?

Den Quereinstieg zu starten, ist nicht einfach – sonst würden es wesentlich mehr Menschen machen. Aber es ist möglich. Wir werden nach und nach Erfolgsgeschichten von Quereinsteigern sammeln und hier veröffentlichen. Auf das es für alle einfacher wird.

Und so schnulzig sich das jetzt anhören mag, es geht hier nicht nur um eine Karriere ; sondern um dein Leben.

Es geht darum, wie du dich jeden Morgen fühlst wenn du an die Arbeit gehst; es geht darum, wie sich dieses Gefühl auf deine Gesundheit auswirkt und auf deine Beziehungen die du führst. Schlussendlich geht es darum, was du in einem Leben erreichen willst.

Es geht also um viel.

Und es wird schlimmer, solange du nichts dafür tust.

Also, reiß dich zusammen, ließ nicht nur diesen Artikel sondern mach was. Irgendwas. Jetzt. Bitte.

Und lass mich wissen, wie du damit vorankommst.

Was hast du aus diesem Artikel gelernt? Welche Maßnahmen wirst du ergreifen? Schreib deine Meinung in die Kommentare unten.
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